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Wie zahlreiche archäologische Funde auf dem Gebiet der heutigen Stadt belegen, datiert man die erste Besiedlung schon in die Urzeit. Bereits vor 30 000 Jahren handelte es sich um ein dicht besiedeltes Gebiet. Siedlungen der ersten Bauern befanden sich auf dem Stadtgebiet schon vor fast 6 000 Jahren.

Geschichte der Region Nitra

Das Gebiet des heutigen Nitra war ein bedeutendes Zentrum der Kelten (bereits einige Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung), später der Germanen und schließlich der Slawen. Hier war der Sitz der ersten bekannten Herrscher über das Gebiet der heutigen Slowakei – Germanenstämme der Quaden (um 396 nach Chr., umstritten) und ab dem 8. Jahrhundert bis 1108 der Sitz des Fürstentums Nitra.

Ausgrabungen reich ausgestatteter Grabstätten stammen bereits aus dem 9. Jahrhundert. Archäologische Forschungen belegten die Existenz mehrerer romanischer Kirchenbauten.

Im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts hatte hier Fürst Pribina seinen Sitz und die Stadt war damals eines der Zentren von Großmähren. Der Ballungsraum Nitra war zur Zeit Großmährens und auch später größer als die heutige Stadt. In Nitra befindet sich die erste bekannte christliche Kirche Mittel- und Osteuropas, die schon im Jahr 828 erbaut wurde. Nitra war der Sitz der ersten Diözese (Bistum) auf dem Gebiet der Slowakei (ab 880). Seine Blütezeit erlebte Nitra im frühen Mittelalter während der Herrschaft von Svätopluk, dem Fürsten von Nitra von ca. 850 bis 871, später Herrscher über Großmähren bis 894. Während der Regierung von Svätopluk errichtete man in den Jahren 880 – 881 auf Zobor das erste bekannte Kloster der Slowakei. In der Zeit seiner Herrschaft bestand Nitra aus fünf befestigten Siedlungen und zwanzig Marktplätzen, was seine Bedeutung veranschaulicht. Zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert standen in Nitra und der Umgebung bereits mehrere Kirchen: Burg Nitra, Párovce, Nitrianska Blatnica, Lupka, Zobor und Kostoľany pod Tribečom. Hinter den Stadtgrenzen lagen weitere großmährische Siedlungen – Chrenová, Lupka, Branč, Vráble und Zlaté Moravce. Die Heiligen Kyrill und Method, Verfasser des glagolitischen Alphabets (Vorgänger der Kyrillischen Schrift), beteiligten sich aktiv am Ausbau der Kirche und der ersten bekannten Diözese auf dem Gebiet der Slowakei. Die Basilika, die unterhalb der Burg Nitra entdeckt wurde, ist vielleicht jene erste christliche Kirche der West- und Ostslawen aus dem Jahr 828.

Ab dem Ende des 10. Jahrhunderts (die Jahre 1001 – 1030 ausgenommen) gehörte die Stadt den Árpáden, um 1083 oder 1100 wurde das Bistum Nitra wieder erneuert. 1248 wurde Nitra zur Königsstadt, vierzig Jahre später schenkte jedoch der König die Stadt und die Burg den Bischöfen von Nitra. Die Herabsetzung Nitras von einer Königsstadt in eine Fürstenstadt hatte weitreichende Folgen. Die Stadt kam in eine niedere Rechtskategorie, blieb jedoch als Sitz des Bischofs und mit der bedeutenden Burg auch weiterhin ein bedeutendes Zentrum.

In den Jahren 1633 – 1634 wurde es von den Türken bei ihren Feldzügen belagert.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts blieb Nitra der Kriegsleiden verschont, was einen Wiederaufbau der Stadt, Umbauten der Burg und vor allem der Kathedrale ermöglichte.

Im Zuge der baulichen Entwicklung stieg die Einwohnerzahl im 19. Jahrhundert auf über 10 000 an und die Verwaltung wurde aufwendiger. 1873 wurde Nitra zu einer Stadt mit bestelltem Magistrat, einem Oberbürgermeister an der Spitze und einer großen Gemeindevertretung. Die weitere Stadtentwicklung wurde stark durch beide Weltkriege geprägt. In der neuen Tschecho-Slowakischen Republik wurde Nitra zum Sitz des Komitats. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zeit stürmischer Bauentwicklung ein, während der jedoch zahlreiche architektonische Denkmäler zerstört wurden. Nitra erlangte aber viele Schulen, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen und wurde auch zum Zentrum des slowakischen landwirtschaftlichen Schulwesens, der Wissenschaft und Produktion.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Burg aus dem 11. Jahrhundert, die im 15. Jahrhundert umgebaut, und dann im Zeitalter des Barocks umgestaltet wurde.